Afrikanischer Tanz

Tanz ist, wenn der Körper denkt, er sei das Herz.

 

(Dan Agbeto)

 

Der Afrikanische Tanz

 

Der Afrikanische Tanz mit seiner Vielfalt an Bewegungen und seiner engen Verbindung zur Spiritualität und Magie verzaubert durch seine erdverbundene Kraft und Lebendigkeit. Der Puls der Trommel, die packenden Rhythmen und Klänge fordern geradezu Bewegung, Energie und Freude heraus.

Durch die im Vergleich zu anderen Tanzstilen technisch bisweilen einfachen Bewegungen können weniger Tanzerfahrene für Tanz begeistert werden. Das Tanzen miteinander steht im Vordergrund.

"Afrika aber ist der letzte Kontinent,

der wirklich tanzt, der wie ein Urblock

mitten in das unerbittliche Räderwerk

der Zivilisation hineinragt."

(Egon Vietta)

Praktisch äußert sich die Erdverbundenheit durch das Tanzen mit nackten Füßen, woraus sich auch ein direkter Erdkontakt ergibt. Die häufig tiefbetonten Bewegungen unterstreichen dies zusätzlich. Die Afrikaner sprechen auch davon, die „Erde mit den Füßen zu massieren“. Durch das „Barfuß -Tanzen“ haben sie einen direkten Kontakt zu Ihren Ahnen und erfahren deren Kraft. Im Gegensatz dazu stellen die nach oben gerichteten Bewegungen die Hinwendung zu den Göttern dar.

Die wohl ursprünglichste Form des Afrikanischen Tanzes ist das Tanzen in Kreisaufstellung, was eine optimale Energieübertragung wie auch Entfaltung gewährleistet. Außerdem haben alle Tanzenden Augenkontakt und das Gefühl der Gemeinschaft wird betont.

 

Bewegungsmerkmale

Das  Zentrum

Wichtigster Bereich der Bewegung ist da  Zentrum, die Körpermitte.

Wie wir erfahren haben, ist der innige Kontakt der Füße zum Boden von großer Bedeutung. Daneben sind die Wellenbewegungen der Wirbelsäule, die Antriebsachse unzähliger afrikanischer Bewegungen ist. Das rhythmische Zusammenspiel dieser beiden Kräfte lässt die Tanzenden ihre Körpermitte und damit das Zentrum der Bewegungsdynamik spüren. Im übertragenen Sinne ist das Zentrum der Sitz unserer Gefühle. Das intensive Bewusstsein der Verbindung der Körpermitte mit dem Boden stabilisiert, stärkt und entspannt den Körper beim Tanzen, so dass alle Bewegungen leicht und ohne bewusste Anstrengung und Anspannung getanzt werden können. Die Wellenbewegungen setzen sich entweder von den Beinen bis in den Rumpffort oder finden nur in der Körpermitte statt.

 

Isolation

Wesentliches Bewegungsmerkmal sind die Isolationsbewegungen. Dabei wird der Körper in verschiedene Bewegungszentren eingeteilt (Kopf, Rumpf, Arme, Becken, Beine, Füße); die Zentren wiederum in verschiedene Areas (Schulter,  Oberarm, Unterarm, Hände). Alle Zentren, bzw. Areas, können isoliert voneinander bewegt werden.

 

Polyzentrik

Polyzentrik besagt, dass mehrere Zentren gleichzeitig bewegt werden.

 

Polyrhythmik

Polyrhythmik besagt, dass mehrere Zentren gleichzeitig miteinander bewegt werden, allerdings in unterschiedlichen Rhythmen. Diese Form der Bewegung ist für uns Europäer besonders schwer umzusetzen.

 

Collapse Haltung

Fälschlicherweise wird in der Literatur auch heute noch oft von der „Collapse Haltung“ gesprochen. Dabei handelt es sich nicht um eine kollabierte Haltung, sondern um die Ausgangsstellung im Afrikanischen Tanz. Hierbei ist  der Stand hüftbreit, die Knie sind leicht gebeugt, das Becken zentriert, der Rumpf aufrecht und entspannt. Trotzdem hat der Körper eine Grundspannung und Bewegungen sind dadurch in alle Richtungen möglich.

 

Atmung

Auch die Atmung hat keine untergeordnete Rolle beim Tanzen, ganz im Gegenteil.

Die Ein- und Ausatmung ist organisch mit den Bewegungen verbunden. Die angemessene Atmung ist ein wichtiger Kraftspender im Afrikanischen Tanz. Nur bei optimaler Atmung ist es möglich, stundenlang zu tanzen. In der Atmung manifestiert sich der Rhythmus und dies gilt gleichermaßen für Tänzer/innen und Trommler/innen. Man sollte sich aber beim Tanzen nicht zu sehr auf die Atmung konzentrieren, da man dabei leicht verkrampft. In der Regel erfolgt diese unbewusst automatisch korrekt zur Bewegung.

 

 

Literatur:

Tanzen zwischen Himmel und Erde (Arbor Verlag,1993)

African Dance - Renato Berger (Heinrichshofen Verlag 1984)

Afrikanische Tänze und Rhythmen - Barbara Brugger, Ines Blersch (Arbor Verlag, 1995)
Danse Africaine - Germaine Acogny (Weingarten Verlag,1994)

 

Der Afrikanische Tanz

 

Der Afrikanische Tanz mit seiner Vielfalt an Bewegungen und seiner engen Verbindung zur Spiritualität und Magie verzaubert durch seine erdverbundene Kraft und Lebendigkeit. Der Puls der Trommel, die packenden Rhythmen und Klänge fordern geradezu Bewegung, Energie und Freude heraus.

Durch die im Vergleich zu anderen Tanzstilen technisch bisweilen einfachen Bewegungen können weniger Tanzerfahrene für Tanz begeistert werden. Das Tanzen miteinander steht im Vordergrund.

"Afrika aber ist der letzte Kontinent,

der wirklich tanzt, der wie ein Urblock

mitten in das unerbittliche Räderwerk

der Zivilisation hineinragt."

(Egon Vietta)

Praktisch äußert sich die Erdverbundenheit durch das Tanzen mit nackten Füßen, woraus sich auch ein direkter Erdkontakt ergibt. Die häufig tiefbetonten Bewegungen unterstreichen dies zusätzlich. Die Afrikaner sprechen auch davon, die „Erde mit den Füßen zu massieren“. Durch das „Barfuß -Tanzen“ haben sie einen direkten Kontakt zu Ihren Ahnen und erfahren deren Kraft. Im Gegensatz dazu stellen die nach oben gerichteten Bewegungen die Hinwendung zu den Göttern dar.

Die wohl ursprünglichste Form des Afrikanischen Tanzes ist das Tanzen in Kreisaufstellung, was eine optimale Energieübertragung wie auch Entfaltung gewährleistet. Außerdem haben alle Tanzenden Augenkontakt und das Gefühl der Gemeinschaft wird betont.

 

Bewegungsmerkmale

Das  Zentrum

Wichtigster Bereich der Bewegung ist da  Zentrum, die Körpermitte.

Wie wir erfahren haben, ist der innige Kontakt der Füße zum Boden von großer Bedeutung. Daneben sind die Wellenbewegungen der Wirbelsäule, die Antriebsachse unzähliger afrikanischer Bewegungen ist. Das rhythmische Zusammenspiel dieser beiden Kräfte lässt die Tanzenden ihre Körpermitte und damit das Zentrum der Bewegungsdynamik spüren. Im übertragenen Sinne ist das Zentrum der Sitz unserer Gefühle. Das intensive Bewusstsein der Verbindung der Körpermitte mit dem Boden stabilisiert, stärkt und entspannt den Körper beim Tanzen, so dass alle Bewegungen leicht und ohne bewusste Anstrengung und Anspannung getanzt werden können. Die Wellenbewegungen setzen sich entweder von den Beinen bis in den Rumpffort oder finden nur in der Körpermitte statt.

 

Isolation

Wesentliches Bewegungsmerkmal sind die Isolationsbewegungen. Dabei wird der Körper in verschiedene Bewegungszentren eingeteilt (Kopf, Rumpf, Arme, Becken, Beine, Füße); die Zentren wiederum in verschiedene Areas (Schulter,  Oberarm, Unterarm, Hände). Alle Zentren, bzw. Areas, können isoliert voneinander bewegt werden.

 

Polyzentrik

Polyzentrik besagt, dass mehrere Zentren gleichzeitig bewegt werden.

 

Polyrhythmik

Polyrhythmik besagt, dass mehrere Zentren gleichzeitig miteinander bewegt werden, allerdings in unterschiedlichen Rhythmen. Diese Form der Bewegung ist für uns Europäer besonders schwer umzusetzen.

 

Collapse Haltung

Fälschlicherweise wird in der Literatur auch heute noch oft von der „Collapse Haltung“ gesprochen. Dabei handelt es sich nicht um eine kollabierte Haltung, sondern um die Ausgangsstellung im Afrikanischen Tanz. Hierbei ist  der Stand hüftbreit, die Knie sind leicht gebeugt, das Becken zentriert, der Rumpf aufrecht und entspannt. Trotzdem hat der Körper eine Grundspannung und Bewegungen sind dadurch in alle Richtungen möglich.

 

Atmung

Auch die Atmung hat keine untergeordnete Rolle beim Tanzen, ganz im Gegenteil.

Die Ein- und Ausatmung ist organisch mit den Bewegungen verbunden. Die angemessene Atmung ist ein wichtiger Kraftspender im Afrikanischen Tanz. Nur bei optimaler Atmung ist es möglich, stundenlang zu tanzen. In der Atmung manifestiert sich der Rhythmus und dies gilt gleichermaßen für Tänzer/innen und Trommler/innen. Man sollte sich aber beim Tanzen nicht zu sehr auf die Atmung konzentrieren, da man dabei leicht verkrampft. In der Regel erfolgt diese unbewusst automatisch korrekt zur Bewegung.

 

 

Literatur:

Tanzen zwischen Himmel und Erde (Arbor Verlag,1993)

African Dance - Renato Berger (Heinrichshofen Verlag 1984)

Afrikanische Tänze und Rhythmen - Barbara Brugger, Ines Blersch (Arbor Verlag, 1995)
Danse Africaine - Germaine Acogny (Weingarten Verlag,1994)

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